XF 16mm f1.4

Das XF 16mm f1.4 gehört klar zu den Prime-Linsen aus dem Hause Fujifilm. Es ist eines der ersten, wenn nicht sogar das erste Objektiv mit Staub und Spritzwasserschutz (kurz WR). Im Equivalent zum Vollformat hätten wir hier ein 24mm mit einer Blende von ca. f2. Durch die Einstellgrenze von nur 15cm kommt man sehr nah ran. Es ist zwar kein Makroobjektiv, aber wir kommen auf einen Abbildungsmaßstab von unter 1:5. Zusammen mit den 9 Blendenlamellen ist dieses Objektiv insgesamt eines der interessantesten im Line Up. Mit ca. 1000€ ist es allerdings auch kein Schnäppchen und muss natürlich gut überlegt sein.

 

Zahlen und Fakten

Zuersteinmal zu den Fakten. Das Objektiv ist 73mm hoch und 73mm breit. Das Gewicht beträgt 375g und gehört damit zu den schwersten Linsen in meiner Tasche. Zusammen mit der XT-3 hat man da schon über 900g in der Hand. Lichtstärke und Handling haben dann scheinbar ihren Preis und lassen den Vorteil zum Vollformat dünner werden.

Der erste Eindruck

Immer wenn ich ein neues Objektiv auspacke, ist das ein kleines Weihnachten für mich (Wer kennt es nicht). Ganz spannend finde ich immer den ersten Eindruck. Das erste Wort was mir einfällt: schwer! Ich war wirklich überrascht, denn zusammen mit der XT-3 hat man wirklich einiges in der Hand. Ich habe ebenfalls die XPro2 und das XF 18mm f2. Hier kommt man gerade mal auf ca. 585g, zudem ist die Kamera auch wesentlich kleiner.

Verbaut ist das Objektiv natürlich hervorragend. Alles wirkt sehr wertig und geordnet. Was ich im Allgemeinen immer vermisse bei Fujifilm ist eine Erntfernungsskala direkt oben auf dem Objektiv. Den Umschalter für das manuelle Fokusieren gibt es auch nicht, vielmehr muss man den Fokusring nach hinten schieben, dort findet man letztlich auch die Entfernungsskala.

Bildqualität

Die Auflösung einer Linse wiegt natürlich besonders schwer bei dessen Beurteilung. Für mich persönlich spielt besonders die Offenblendleistung die entscheidente Rolle. Objektive mit dieser Brennweite gibt es ja schon für Fujifilmkameras. Das wäre zum Beispiel das XF 10-24mm f4 oder das XF 16-55mm f2.8. Beide sind zwar Zooms, aber letztlich auch viel lichtschwächer. Beide kosten ebbenfalls ca. 1000€. Wenn es nicht ganz 16mm sein sollem, dann wäre da noch das XF18mm f2, das XF 14mm f2.8 und das Samyang 16mm f2 mit manuellen Fokus. Aber auch diese Objektive kommen alle nicht an diese Lichtstärke des XF 16mm f1.4 heran.

Bereits bei Offenblende ist dieses Objektiv im Zentrum gut. Zum Rand hin gibt es allerdings dann doch Schwächen. Wirklich scharf wird das XF 16mm am Rand ab f2.8. Zwischen f1.4 und f2 sehe ich im Zentrum und auch am Rand wenig Unterschiede. Im Zentrum stört dies wie gesagt eigentlich überhaupt nicht. Nur am Rand sind wie gesagt Ressourcen vorhanden.

Zentrum Crop:

Ecke Crop:

Die Vignetierung bei Offenblende würde ich auf ca. 1,75 Blendenstufen beziffern. Mich persönlich stört sowas ja nie, da ich eh gerne mit einer Vignette arbeite. Chromatische Abberationen konnte ich keine ausmachen.

Das Bokeh ist eine interessante Sache. Durch die große Blendenöffnung und die geringe Naheinstellgrenze von nur 15cm kann man mit Unschärfe gut spielen. Auch bei einer größerer Distanz kann man einen schönen Unschärfeeffekt erzielen.

Fazit:

 

 

 

 

 

 

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