Fujifilm 35mm f1.4 R

Spezifikationen

 

Das Fujifilm 35mm f1.4 R ist eines der ersten Objektive für das Fuji X-Mount. Es kam 2012 gemeinsam mit der XPro1 und dem XF 18mm f2 R sowie dem XF 60mm f2.4 R Makro auf dem Markt.

Ich bin 2015 auf den Fujifilm-Zug aufgespringen und das XF 35mm war meine erste Linse und schmückte meine damalige XPro1. Ich besitze die XPro1 leider nicht mehr, ich kann euch diese, ich sage mal „sexy“ Kombination leider nicht zeigen. Aber auch an der XT3 macht dieses Objektiv eine gute Figur.

Das Objektiv wiegt mit beiden Deckeln und der Gegenlichblende nicht einmal 220g. Bei einer Länge  von 52mm ohne Gegenlichtblende, bzw. 74mm mit dieser und einer Breite von 63mm gehört dieses Objektiv zu den kleinen und leichten Linsen im Aufgebot von Fujifilm. Einen Staub- und Spritzwasserschutz besitzt es nicht (WR), ebenso wenig wie eine Stabilisierung (OIS). Was dieses Objektiv besonders macht ist seine Gegenlichtblende aus Metall. Soweit es mir richtig bekannt ist, besitzen nur die Objektive der ersten Generation über eine solche Gegenlichblende aus Metall (sprich also auch das XF 18mm f2 sowie XF 60mm f2.4). Es gibt Optional die Möglichkeit die LH-XF16, bzw23 käuflich zu erwerben. Diese sind ebenfalls aus Metall und passen dann eben auf das XF 16mm f1.4, bzw. auf das XF 23mm f1.4. Das LH-XF passt laut Aussagen einiger Bewertungen bei Amazon auch auf das XF 56mm f1.2. Ich besitze zwar alle drei Linsen, aber das die Gegenlichblenden jeweils mindestens 55€ kosten, fehlte mir bis jetzt die dazu nötige Motivation.

 

Handling

 

Vieles an diesem Objektiv scheint aus Metall zu sein, das fühlt sich natürlich sehr wertig an. Die Blende stellt man Fuji-typisch (ich erwähne es mal unnötiger Weise mal) am Objektiv selbst ein. Dies kann auch über die Kamera getan werden, allerdings habe ich das noch nie gemacht. Der Blendenring gefällt mir richtig gut, er ist schön straff und verstellt sich somit nicht ausversehen. Leider kann ich das über meinen Fokusring nicht sagen, der ist wiederum auch straff , dies fällt hier aber eher negativ ins Gewicht. Sollte manuell fokusiert werden muss hier schon ein wenig Kraft aufgewendet werden, was zu wiederum zur Fehlfokussierung führen kann. Da ich ja auch Minolta Linsen gerne verwende, weiß ich einfach wie flüssig es gehen kann. Das würde ich mir prinzipiell bei Fujifilm wünschen, ist aber vielleicht schon aufgrund der Elektronik nicht so leicht umsetzbar? Da das Objektiv aber zumeist eh über den AF läuft, ist es eigentlich nicht oft von wirklicher Bedeutung.

 

 

 

Autofokus

 

Weil wir gerade vom AF gesprochen haben…was ein Genuss. Zumindest für alle die Geduld haben. Ich sollte allerdings fairness halber erwähne, dass die Performance von Kamerageneration stetig steigt. Da ich zuerst die XPro1 hatte, anschließend die XPro2 und nun die XT3, kann man von einer deutlichen Entwicklung sprechen. Auch das Objektiv selbst wurde schon durch Firmware Updates begünstigt, somit ist der Autofokus prinzipiell als gut zu bewerten. In meiner Realität hängt dies allerdings nicht nur mit der verwendeten Kamera zusammen, sondern auch mit der Lichtsituation. Bei dunkler Lichtstimmung nimmt die Leistung ab und es kommt häufiger zum sogenannten pumpen. Pumpen meint damit, dass das Objektiv seinen Tubus beim fokusieren heraus, bzw hereinfährt. Wenn sich dieser nicht selbst findet, dann pumpt das Objektiv vor und zurück.

 

Bildqualität

 

Bildqualität ist ja immer auch einesubjektive Angelegenheit. Zum einen lässt sich natürlich die Schärfe im Labor errechnen und gibt Eindruck über die optische Leistung. Allerdings verändert sich Schärfe ja auch und ist nicht statisch. So gibt es Linsen die auf die naher Distanz besser sind als auf großer Entfernung. Außerdem spielen auch das Maß der Unschärfe und das Ausgabemedium eine entscheidende Rolle. Dazu kommen natürlich noch die Bildfehler wie chromatischer Aberrationen (Farbfehler an Kontrastkanten (Grün-Lila; Blau-Gelb) und Vignettierung (Verdunklung des Randbereichs).

Ich versuche all diese Aspekte in der Bewertung eines Objektivs mit einfließen zu lassen. Aber letztenendlich muss jeder ein eigenes Fazit für die scheinbare Bildqualität finden. Daher möchte ich hier mal meinen Professor zietieren, der zu mir und meinen Mitstudenten oft folgendes sagt: „Machen Sie damit was Sie wollen!“

 

Ganze Ansicht

In der 100% Ansicht fällt bei diesem Motiv vorallem erstmal nur der Helligkeitsunterschied bei Blend f1.4 wirklich auf. Das ist schonmal sehr gut, da es schon hierbei keine sichtbaren Schwächen offenbart.

100% im Zentrum

Auch in der 100% Ansicht sieht das Bild erstmal ziemlich gut aus. Im Zentrum haben wir eine gute Schärfe. Allerdings muss man im Vergleich dazu auch feststellen, dass das Objektiv ab Blende f2.8 eine deutlich sichtbare Steigerung sowohl in der Schärfe, als auch im Kontrast hat. Am stärksten scheint dieses Objektiv bei Blende f8 zu sein.

100% in der Ecke

In den Ecken zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Blende f8 ist bei mir am stärksten. Allerdings sind die Blenden f1.4, f2 und vielleicht auch f2.8 im gegensatz zum Zentrum nicht wirklich zu gebrauchen. Es werden klare Unschärfen sichtbar, die sich erst ab Blende f4 wirklich geben.

Vignettierung

Auf dem Bild links sieht man eine deutliche Vignettierung. Dieses Bild wurde mit f1.4 und das rechte Bild bei f4 aufegenommen. Bei Blende f2.8 ist die Vignette auch nur noch im direkten Vergleich zu den geschlosseneren Blenden sichtbar. Aber erst ab Blende f4 ist die Vignette tatsächlich restlos verschwunden.

Chromatische Abberationen

Ich musste tatsächlich ein wenig suchen bis ich etwas gefunden habe. Chromatische Abberationen sind vermutlich einfach keine Schwäche bei diesem Objektiv. Diese treten bei Kontrastkanten am deutlichsten auf, wie hier im Beispiel versucht nachzubilden. Bei Blende f1.4 wird dies zwar am deutlichsten, ist meiner Meinung nach aber nichtt wirklich von großer Bedeutung.

Fazit

 

 

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